Sprache ist wirkmächtig, sie ist in zahlreiche Rahmenbedingung eingebettet. Unser Dozent Dr. Dieter Korczak hat zu der Bedeutung einen interessanten Beitrag publiziert. In dem Band von, Helmwart Hierdeis (Hg.): Die Sprache und ihre Wirkmacht. Lengerich: Pabst-Verlag 2025 (= Interdisziplinäre Schriftenreihe. Bd. 46) wird die Sprache und ihre Wirkmacht , dargestellt und der Beitrag von Dieter Korczaks Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Muttersprache, Vierteljahresschrift für deutsche Sprache (1356, 2026) rezensiert:

".... (Korzcak) rückt eine medienanalytische Perspektive auf sprachliche Wirksamkeit in den Vordergrund. Ausgehend von »Agenda-Setting« und »Framing« zeigt Korczak, wie Themen durch Auswahl, Hervorhebung und Auslassung in Deutungsrahmen gebracht werden und so eine Rangordnung des Wichtigen entsteht. Korczak rahmt seine Beobachtungen mit einschlägigen medien- und machttheoretischen Bezugnahmen und führt sie an aktuellen Beispielwörtern und Deutungsformeln vor. Besonders anschaulich wird der Zugriff dort, wo Korczak die Kämpfe um Bezeichnungen und Bedeutungen mit Praktiken der Ausgrenzung verbindet. »Cancel-Culture« und »Deplatforming « erscheinen als Teil einer Strategie, in der Deutungshoheit nicht primär argumentativ, sondern über Sichtbarkeit, Wiederholung und Sanktionierung hergestellt wird. Ergänzend führt der Beitrag sprachliche Herrschaftstechniken nach Berit Ås vor und verfolgt ihre Fortsetzung in Narrativen und Metaphern, die Wahrnehmungen bündeln und Bewertungen nahelegen. Die ausführlich diskutierten Beispiele, etwa »Kriegstüchtigkeit «, »Friedensdividende« oder »Lumpenpazifisten«, machen den Anspruch des Textes deutlich, die politischen Effekte solcher Rahmungen nicht nur zu benennen, sondern ihre Funktionsweise offenzulegen.


Während Schlobinski sprachliche Deutungskämpfe im politischen Raum thematisiert und Würker aktuelle Auseinandersetzungen um ›korrekten‹ Sprachgebrauch sozialpsychologisch zuspitzt, ergänzt Korczak diesen Zugriff um eine medienanalytische Perspektive auf Agenda-Setting und Framing."